Mattis Kummer, Der goldene Klub

Mattis Kummer

Mattis Kummer (*1976) absolvierte eine vierjährige Ausbildung an der Berufsschule für Gestaltung in Zürich und war danach in der Werbebranche als Gestalter und Texter tätig. Es folgten verschiedene Schreib- und Drehbuchausbildungen an der FFZH (F+F Schule für Kunst und Mediendesign) beim Screenwriter Urs O. Buehler sowie am SPRI (Schweizerisches PR-Institut). Im Herbst 2017 ist mit dem Zürcher Retro-Krimi «Der goldene Klub» sein drittes Buch im Handel erschienen. Neben seinem Haupterwerb ist Mattis Kummer als Buchautor tätig. Er ist verheiratet und wohnt in der Nähe von Zürich. www.mattiskummer.ch

Der goldene Klub

Mattis Kummer
Der goldene Klub

  • Verlag: Literaturgarage
  • Erscheinungstermin: 2017
  • Seiten: 280
  • ISBN: 978-3-033-06326-6
  • Preis: 29.90

Zürich 1972: Am fünfzigsten Geburtstag wird der stadtbekannte Finanzmogul Holger Görg kaltblütig erschossen. In diesen Mordfall rutscht der alte Detektiv Joe Stauffer (der es mit dem Gesetz nicht allzu genau nimmt), und sein um viele Jahre jüngerer Berufskollege, Laurent Dubois (der es mit dem Gesetz viel genauer nimmt). Die Fährte der Untersuchung führt über das Ermittlungsverfahren »Süd« in den Sumpf eines Drogenkartells und in den Abgrund einer mysteriösen Gemeinschaft von Edelmännern – einem Klub Namens »Golden Tree« – und sodann in eine ganz andere, in eine interne Richtung. Schliesslich verstrickt sich die Geschichte mit der Identität des Opfers und entfaltet eine traumatische Beziehung zwischen zwei ungleichen Männern.
Stauffer ist ein rüpelhafter, mit allen Wassern gewaschener Ermittler, der nicht selten zu zweifelhaften Methoden greift (und sich dadurch bei der Obrigkeit keine Freunde schafft). Aber der kauzige und bisweilen melancholisch veranlagte Detektivwachtmeister täuscht. Eigentlich ist er der gutmütige Kerl, dessen Sympathie den kleinen Leuten und Aussenseitern gehört. Stauffer steht dazu: Er ist ein echter Anti-Held, der öfter mal zur Flasche greift. Er liebt weder Arztbesuche noch die moderne Kriminalistik, Protokolle noch weniger als Dienstbefehle. Er ist ein Ermittler vom alten Schlag, der mit seiner knallharten Schale aneckt, doch sein Kern ist butterweich. Und so kommt es, dass man mit dem unausstehlichen Fiesling Stauffer sympathisiert und ihn ins Herz schliesst.
Ein Buch voller Widersprüche, Situationskomik und einer Prise Galgenhumor. Gründlich recherchiert, in Erinnerung an die 70er Jahre, irgendwo zwischen RAF, Frauenstimmrecht, Mani Matter und der Masseneinwanderung. Und dann wäre eben noch diese Leiche im noblen Vorgarten der Zürcher Goldküste …

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