Alfred Bodenheimer, Der böse Trieb

Alfred Bodenheimer

Ist geboren 1965 in Basel, schreibt am liebsten mit Musik in den Ohren. Sie trage ihn in Denkräume, in denen die Figuren ihr Eigenleben entwickeln könnten. Das literarische Schreiben muss er wegen seiner Arbeit als Professor für Jüdische Literatur- und Religionsgeschichte an der Universität Basel auf wenige Wochen im Jahr beschränken. Dann allerdings sei es, als öffnete sich ein Ventil, und er gerate in einen Zustand ungebremster Euphorie.
Bodenheimer pendelt seit einigen Jahren zwischen Basel und Jerusalem, wo seine Familie lebt.

Der böse Trieb

Alfred Bodenheimer
Der böse Trieb

  • Verlag: Kampa
  • Erscheinungstermin: 2021
  • Seiten: 256
  • ISBN: 978-3-311-12530-3
  • Preis: 28.90

Eigentlich hat Rabbi Klein in seiner Zürcher Gemeinde genug zu tun, doch als in Inzlingen kurz hinter der deutschen Grenze der Zahnarzt Viktor Ehrenreich erschossen wird, fühlt sich Klein zu einem Kondolenzbesuch bei dessen Ehefrau Sonja verpflichtet. Schliesslich kannte er den Toten gut: Jedes Jahr zu Beginn des Monats Elul hat er eine »Sichat Nefesch«, ein Seelengespräch, mit ihm geführt. Steht der Mord mit den Eheproblemen der Ehrenreichs in Verbindung? Oder hat er mit der Mussar- Bewegung und Viktors regelmässigen Reisen in den Kongo zu tun? Und welche Rolle spielt Sonjas Freundin Anouk Kriesi, die mit ihrem Mann einen dubiosen Youtube-Kanal unterhält? Klein beginnt auf eigene Faust zu ermitteln – nicht nur, weil er den zuständigen Kommissar Unmüssig nicht ausstehen kann, sondern auch, um sich nicht mit seinen eigenen Problemen beschäftigen zu müssen: Er hat sich so mächtige Feinde gemacht, dass ihm ein Berufsverbot droht. Das Schlimmste aber ist, dass Rivka wütend auf ihn ist: Denkt Klein zwischen seinen ganzen Verpflichtungen vielleicht auch mal an seine Frau und seine Töchter?

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